Metal-CD-Review: RHAPSODY OF FIRE – The Frozen Tears Of Angels (2010)

Land: Italien – Genre: Epic Symphonic Power Metal

Dark Frozen World – 2:13
Sea of Fate – 4:47
Crystal Moonlight – 4:22
Reign of Terror – 6:50
Danza di Fuoco e Ghiaccio – 6:24
Raging Starfire – 4:54
Lost in Cold Dreams – 5:12
On the Way to Ainor – 6:58
The Frozen Tears of Angels – 11:15

Zum vorerst letzten Male heisst es nun herzlich willkommen zu einem Cd-Review bezüglich eines Rhapsody OF Fire-Outputs – denn mit diesem Album habe ich die komplette Diskografie der Italiener abgearbeitet. Das bedeute sicher eingiges an Arbeit, doch was tut man nicht alles für „seinen“ kleinen Blog. Für die, die es mitbekommen haben: vorher hatte ich einen Beitrag, in dem ich alle Albn der Band in eben nur diesem einen Beitrag behandelt habe – doch dann merkte ich einfach, dass dies der BAnd nicht gercht weren würde. Und so hat nun jedes einzelne Werk einen unabhängigen Post… was aber auch nicht heisst, dass ich durchweg die Höchstwertung vergeben habe, bewahre ! Denn dafür schwankte die musikalische Qualität innerhalb der Jahre einfach zu sehr, und auch der Faktor Innovation spielte eine nicht unerhebliche Rolle. Jeodoch sollte klar sein, dass die Band einen gewaltigen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Mal mehr (das vor allem zu Anfang), mal weniger (das vor allem in Bezug auf Triumph Or Agony). Doch kommen wir zum 2010’er Album der Band, bevor es dann im Juni 2011 weitergeht – dann steht das nächste offizielle Album an.

Das Album wird vom Intro Dark Frozen World eingeläutet – und das gelingt gewohnt-gekonnt episch und stimmungsvoll. Hier gibt es wahrlich wenig zu meckern – die typischen Symphonischen Elemente sind vorhanden, die Chöre wirken abermals düster-apokalyptisch. Und: die Produktionsqualität ist auf dem höchsten Niveau. Und dann folgt der Übergang zur Albums-Hymne, die auch als Video ausgekoppelt wurde – Sea Of Fate. Wenngleich das Video in eine Rhapsody-untypische Richtung geht (unten verlinkt) und viel zu klinisch-minimalistisch daherkommt, geht es an dieser Stelle nur um den Song: und der ist nach dem eher enttäuschenden Triumph Or Agony-Album endlich mal wieder ein Rhapsody-Brecher, wie man ihn nun einige Jahre nicht mehr gehört hat. Eine kräftige Instrumentalisierung; vielleicht noch nicht ganz so eindrucksvolle Strophen – aber der Refrain erinnert zweifelsohne an gute alte Dawn Of Victory-Zeiten. Ein satter Doubblebass im Hintergrund sorgt für das nötige tempo, der Gesang Fabio Lione’s gepaart mit den wunderbaren episch-symphonischen Elementen – es darf gefeiert werden. Ein anschließender Solopart zeigt erneut auf, was die Jungs alles mit den ihnen zur Verfügung stehenden Instrumenten anstellen können. Das klingt einfach gut, und schon weitaus eingängiger als das experimentelle, kühle Orchestergehabe des Vorgängeralbums – und damit entsprechend kultverdächtiger !

Und endlich geht es auch wieder tempomäßig zur Sache… es scheint, als seien die eher schwergängigen Midtempo-Stücke endlich wieder druckvollen Hymnen gewichen – so klingt auch Crystal Moonlight wieder stark nach den alten Rhapsdoy Of Fire. Zusätzlich gibt s hier ein wenig italienischen Gesang, nette epische Elemente und einen mal ganz anders klingenden Refrain. Das sorgt für Abwechslung und macht definitiv Laune. Und dass Fabio Lione sich endlich mal wieder richtig schön verausgabt, steht dem Song zusätzlich zugute. Das Highlight des Titels ist aber wohl ohne Zweifel der spätere Soli-Part… endlich regiert wieder eine ungekünstelte Spielfreude. Zwar kommen kaum noch klassische Instrumente zum Einsatz, der Heavy Metal dominiert klar – aber dann doch lieber so, als eher uneingängig mit einem riesigen Chor und Orchester (Triumph Or Agony). Auch das folgende Reign Of Terror macht – bis auf den anfänglichen Flüstergesang – keine Anstalten in Sachen Tempo. Im Gegenteil, jetzt wird nochmal aufgedreht – und wie ! So hart und gnadenlos episch hat man Rhapsody Of Fire lange nicht mehr gehört. Und erstmals wirken die Screampassagen von Fabio Lione auch nicht mehr ganz so aufgesetzt und kontextlos wie bei frühren Versuchen.

Im nun folgenden Danza Di Fuoco E Ghiaccio geht es dann doch etwas gemächlicher zu – immerhin bekommt Sir Cristopher Lee hier einen längeren Erzählerpart zugestanden. Und dann entwickelt sich der Song doch tatsächlich noch zu einer feucht-fröhlichen Hymne in altertümlicher Flötenmanier – und erinnert dabei an die gelungenen früheren Interludes in denen ebenfalls traditionelle Flötentöne dominierten. Dieses Rhapsody-Album ist für mich ein Album der Erstmaligkeiten, wie es scheint: den neben der Tatsache, dass ich Lione’s Screams zum ersten Mal ohne Ohrensausen anhören kann, gefälllt mir nun auch zum ersten Mal ein italienischer Song der BandHier stimmt einfach die Melodie, der Instrumenteneinsatz, und der überaus eingängige Refrain, der Sprachbarrieren zu durchbrechen scheint. Und auch Raging Starfire überzeugt direkt – das Teil hat Power, geht ins Ohr, und reiht sich damit wunderbar in die Riege der zeitlosen Rhapsody-Hymnen ein. Lost In Cold Dreams ist wiederum eine Ballade, die nicht sonderlich spektakulär wäre – wäre da nicht dieser spezielle, hammermäßige Refrain.

Dann folgt auch shcon wieder ein Brecher… zumindest klingt On The Way To Ainor anfangs noch so. Dann jedoch wird man feststellen, dass auch dieser Titelenorm balladeske Züge annimt, und sich Lione hier merklich zurückhält. Bis zum Refrain – dann explodieren sowohl er als auch die Instrumente. Das geschieht jedoch etwas abrupt, leider – doch dann mausert sich der Song letztendlich doch noch zu einer recht eingängigen Hymne mit viel Chorgesang und einer großen Portion Epicness.  Der lange Solopart bekräftigt diesen Eindruck nur noch. Der obligatorische Überlängentrack folgt diesmal im Finale und mit The Frozen Tears Of Angels. Dieser ist einfach nur unglaublich episch und rundet das Album perfekt ab. Zur Übersicht der Einzelwertungen:

Dark Frozen World – 9/10
Sea of Fate – 10/10
Crystal Moonlight – 8/10
Reign of Terror – 10/10
Danza di Fuoco e Ghiaccio – 9/10
Raging Starfire – 10/10
Lost in Cold Dreams – 8/10
On the Way to Ainor – 8/10
The Frozen Tears of Angels – 10/10

Schlussendlich: glücklicherweise ist nach dem eher mäßigen Triumph Or Agony wieder ein deutlicher Aufwind zu spüren. Weiter so, Rhapsody Of Fire – man darf gespannt sein of das 2011 erscheinende Album !

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