Metal-CD-Review: 4TH DIMENSION – The White Path To Rebirth (2011)

Alben-Titel: DThe White Path Of Rebirth
Künstler / Band: 4th Dimension (mehr)
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Crash & Burn Records

Alben-Lineup:

Stefano Pinaroli – Bass
Massimiliano Forte – Drums
Michele Segafredo – Guitars
Talete Fusaro – Keyboards
Andrea Bicego – Vocals

Track-Liste:

1. The Sun in My Life (05:13)
2. Consigned to the Wind (07:02)
3. Goldeneyes (04:55)
4. Sworn to the Flame (03:52)
5. Everlasting (06:27)
6. A New Dimension (05:33)
7. Winter’s Gone (05:32)
8. Labyrinth of Glass (04:44)
9. Angel’s Call (04:53)
10. Landscapes (Vestige of the Past) (04:52)

Ein neuer Stern am Power Metal-Himmel ?.

Auf geht es zu einer weiteren aktuellen Scheibe aus dem Power Metal-Genre. Die Band 4th Dimension stammt aus Italien und existiert bereits seit 2005 – doch nun, erst 6 Jahre später; folgt ihr offizielles Debütalbum. Die schick gestaltete offizielle Seite gibt Aufschluss über die Bandgeschichte, bietet Bilder, Songtexte und allerlei News – Interessierte sollten einen Blick riskieren ! Ich widme mich heute ihrem Erstwerk, welches mit gerade einmal 10 Titeln zwar nicht sehr umfangreich erscheint – dennoch muss man erwähnen, dass es keinerlei Intro, Outro oder Interludes gibt. So ergibt sich eine Spielzeit von über 50 Minuten, was doch schon ganz ordentlich ist – aber wie klingt die Band ? Nun, in erster Linie gar nicht mal so sehr nach dem typischen „Italo“-Metal. Ein klein wenig erinnert mich der Sound von 4th Dimension an die ukrainische Power Metal-Band Sunrise – ein klein wenig verspielt, dabei aber höchst melodiös und mit einem wunderbar klar-klingendem Frontsänger.

Stichwort Verspieltheit: diese tut der Band sehr gut, sorgt sie doch für einiges an Abwechslung. Bereits der Opener The Sun In My Life beginnt erst recht ruhig, entwickelt sich nach und nach – und setzt deutliche Akzente mit Andrea Bicego als Sänger. Die Instrumentalisierung fällt frisch und stimmig aus, langsamere Passagen wechseln sich mit schnelleren (dem Refrain oder einen späteren Gitarren-Synthie-Part) ab. So richtig zündet der Track aber nicht – man meint (noch ?), recht durchschnittliche Prog-Power Metalkost zu hören.

Dann ist es Zeit für Consigned To The Wind, und das startet geradezu brachial-genial: erstmals zeigen 4th Dimension ihre Fähigkeiten in Sachen musikalischer Epicness auf. Ein knackiger Doublebass, wunderbare Gesangspassagen, abwechslungsreiche Samples und weder zuviel noch zuwenig Tempo – mit etwas über 7 Minuten ist dies zugleich der längste Titel des Albumswas aber definitiv nicht heisst, dass Langeweile aufkommt ! Und das folgende Goldeneye macht den etwas schwachen Opener erneut wett: hier handelt es sich um einen tempotechnisch etwas gemäßigteren Song mit balladesken und folk-typischen Einflüssen. Die Abwechslung machts !

Mit dem kommenden Sworn To The Flame folgt ein weiterer Brecher der Marke „Über-Refrain“ – sehr schön, schnell; und überaus eingängig. Spätere Gitarren- und Keyboardparts sorgen für die nötige Abwechslung, hier hat man wahrlich den Eindruck das vorne und hinten alles stimmt. Es scheint, als handelte es sich hier um eines der Alben, welches dem Halb-Halb Prinzip folgt: auf einen Uptempo-Kracher folgt eine ruhigere (Fast-)Ballade, wie nun auch Everlasting. Hier hat man sich eine weibliche Gastsängerin ins Boot geholt, die schroffen Riffs stehen hierbei im Gegensatz zu den lieblichen Gesängen (teilweise auch im Duett – sehr stimmig). Dennoch, wirklich überzeugend wirkt dieser Titel nicht dargebracht – über die Länge von 6 Minuten findet zu wenig Abwechslung oder Stimmungswechsel statt.

Das schnell-schroffe A New Dimension macht einen zwiespältigen Eindruck – aber immerhin hat man hier Fabio Leone als Gastsänger gewonnen ! Und so klingt der Song auch wie eine „moderne“ Version von Rhapsody – mit leider nicht immer völlig stimmigen Samples und Instrumentalpassagen. Stellenweise klingt das Ganze etwas zu künstlich und aufgesetzt, leider besitzen die beiden Sänger eine recht ähnliche Klangfarbe – sodass wirkliche Kontraste aussen vor bleiben. Dann ist – wie vermutet – auch schon wieder Zeit für eine Ballade. Winter’s Gone startet mit einem beinahe Akustik-Part, wobei die Instrumente langsam aber sicher in den Vordergrund kommen. Ein ruhigerer Titel mit einem leichten Kraftausbruch im Refrain – und Orgel-artigen Klängen. Ein wenig hypnotisch, und sicherlich stimmig. Labyrinth Of Glass – ein Midtempo-Brecher mit leichten Cosmic Metal-Einflüssen – das klingt rund und macht Laune; wenngleich ein etwas herausstechenderer Refrain sicherlich nicht schlecht gewesen wäre.

Gegen Ende wird’s dann noch einmal richtig entspannt: Angel’s Call (etwas ruhiger) und Landscapes (sehr ruhig) schließen das Album sogleich ab – besehen wir noch einmal die Trackliste mit meinen einzelnen Wertungen:

1. The Sun in My Life – 5/10
2. Consigned to the Wind – 8/10
3. Goldeneyes – 9/10
4. Sworn to the Flame – 10/10
5. Everlasting – 5/10
6. A New Dimension – 7/10
7. Winter’s Gone – 6/10
8. Labyrinth of Glass – 7/10
9. Angel’s Call – 5/10
10. Landscapes (Vestige of the Earth) – 4/10

Schlussendlich: ein gutes Debütalbum, welches allerdings nicht gänzlich frei von Längen ist. Mit Sworn To The Flame haben die Jungs zumindest eine echte Hymne mit Wiedererkennungswert geschaffen, und auch der leicht balladeske Titel Goldeneyes bleibt im Gedächtnis. Reine Balladen wie das abschließende Landscapes (mit beinahe-Flüstergesang) können aber nicht wirklich überzeugen, eigentlich sehr vielversprechende Titel wie Labyrinth Of Glass fehlt noch das kleine, gewisse Etwas.

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Ein Gedanke zu “Metal-CD-Review: 4TH DIMENSION – The White Path To Rebirth (2011)

  1. Gute Review, sehe das ganze in etwa genauso. Habe die Truppe auch erst vor kurzem als Vorband von Sonata Arctica erleben dürfen. Machen live schon ziemlich was her 😀

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