Filmkritik: „Die Todesglocken / 4 Stahlharte Fäuste“ (1977)

Filmtitel: Die Todesglocken Der Shaolin (Original: Aau Yeung Huet Dik Ji)
Regie:
Raymond Lu
Mit: /
Laufzeit:
? Minuten
Land:
China
Genre:
Action

Inhalt: Ein junger, namenloser (selbst nachzuschlagen !) Kung-Fu Kämpfer hat nur ein Ziel: er will seine Mutter von einer schlimmen Krankheit heilen. Allein jedoch ist er dazu nicht imstande – er muss den Rat eines alten heiligen Buches in Anspruch nehmen. Doch dies liegt gut bewacht in einem Kloster der Shaolin – um Zugang zu der unendlichen Weisheit des Buches zu erlangen, muss er drei schwierige Prüfungen absolvieren. Er meistert die Prüfungen, doch unter den Shaolin gibt es einen Verräter, der das originale Buch gegen eine Fälschung ausgetauscht hat – es gibt einen verfeindeten Klan, die Mandschu; die mithilfe des Buches einen alten Krieger für sich gewinnen wollen. Dieser mysteriöse alte Mann ist der einzige Mensch überhaupt, der die Technik der fliegenden Guillotine beherrscht – eine tödliche Waffe. Es scheint, als komme es nun einzig allein darauf an, wer den verbitterten Krieger für sich gewinnen kann… doch der junge Kämpfer, der eigentlich nur seine Mutter retten wollte,  scheint ein besonderes Verhältnis zum Meister der Guillotine zu haben… nur ahnt davon niemand etwas.

Kritik: Die Todesglocken ist nach Troll 2 und einigen weiteren Raritäten einer der wenigen Trashfilme, die sich in eine ganz besondere Kategorie einreihen. Was aber ist „Trash“ ? Nun, es gibt mehrere Definitionen – grundsätzlich kann man aber festhalten, dass „trashige“ Filme meist ein niedriges Budget, eine lächerlich simple Story, und eine (unfreiwillig) komische Gesamtwirkung haben. Genau diese komische Gesamtwirkung ist es, welche Filme dieser Machart – egal, aus welchem Genre sie kommen – beinahe automatisch in das Comedy-Genre rutschen lässt. Selbstverständlich, obwohl dies nie so geplant war. Und so ist auch Die Todesglocken ein Kandidat für einen höchst unterhaltsamen, aberwitzigen Filmabend – obwohl man eigentlich einen (ernsten ?) klassischen Martial-Arts-Streifen schaut.

So braucht man kaum näher auf die Story oder die Hintergründe einzugehen – ja, nicht einmal die Namen der Charaktere muss man wissen / sich merken (was ohnehin nicht immer leicht fällt bei chinesischen Produktionen). Wo und wann das Ganze spielt ist ebenfalls egal (es finden sich höchstens einige zu belächelnde Informationstexte zu Beginn des Films); einzig wichtig ist: zwei verfeindete Gruppen von Shaolin-Mönchen / Kriegern kämpfen gegeneinander, und inmitten des Getümmels gibt es einen mächtigen Krieger, der – warum auch immer – mit zwei fliegenden Guillotinen umgehen kann. Diese „Waffen“ sind objektiv betrachtet zwar nicht viel mehr als 2 Blecheimer, innen mit sich drehenden Stacheln (die zudem noch auf mysteriöse Art und Weise schweben können) – aber genau das ist doch das spaßige an der Sache. Bereits der Trailer macht einem klar, worauf man sich hier einlässt (unten verlinkt) – wer hier also einen ernsten, historisch korrekten und voller Weisheiten gespickten Eastern erwartet, sollte lieber nicht zugreifen.

Die Highlights des Films sind also zum einen die Inszenierung der fliegenden Guillotine (sowie analog die makaberen Tötungsszenen), die vielen Kämpfe mit den typischen Punch-und Klirrgeräuschen (bis zum Erbrechen ausgereizt), aber vor allem: das Finale des Films, in dem sozusagen die „Auflösung“ des Plots stattfindet. Diese Szene spottet jeder Beschreibung, aber genau deshalb sollte man sie vielleicht doch einmal gesehen haben. Immerhin: warum kompliziert, wenn es auch (so !) einfach geht… köstlich. Eines aber muss man den Machern durchaus lassen: die Kampf-Choreographien sind insgesamt recht nett ausgefallen, es herrscht ein flottes Tempo und die Schauplätze sind gut gewählt. Auch die Kostüme und die Darsteller können überzeugen – wie es in Anbetracht der Gesamtwirkung eben noch möglich ist. Alles andere dient der puren Unterhaltung, und ist schlicht nicht ernstzunehmen (wie die Dialoge und die treffende deutsche Synchronisation). Ein wenig Brutalität (aber kaum Blut) gibt es auch noch obendrauf – fertig ist der Filmabend der etwas.. anderen Art. Aber definitiv der unterhaltsamen !

Fazit: Und so schafft Die Todesglocken etwas, was heutzutage nicht jeder (selbst millionenschwere) Blockbuster schafft: er unterhält, bringt den Zuschauer zum Schmunzeln; und das mit enorm wenig Aufwand.

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2 Gedanken zu “Filmkritik: „Die Todesglocken / 4 Stahlharte Fäuste“ (1977)

  1. DIE TODESGLOCKEN! Epic Trash at it’s best. *lol*
    Nachdem ich die Rezension gelesen habe kann ich mir nun sicher sein, dass sie dich auf der Heimreise also doch nicht erwischt haben, die fliegenden Guillotinen. *g*
    „Das ist das Amulett meiner Mutter…Chen Sing war mein Vater!!!!!!“ ENDE *epic LOL*

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  2. Hammer den will ich auch mal sehen, bestimmt lustig auch wenn vllt. ungewollt. Trailer gerade angeschaut, aber ohne Ton. Miese Glocken!!! DING DONG

    CU

    CB

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