Metal-CD-Review: INNER VISIONS – Control The Past (2004)

Land: ? – Genre: Progressive Power Metal

1. Asleep 01:58

2. Big Brother 05:12

3. Behind The Grid 04:57

4. Eliminate 04:47

5. In The Name Of … 05:42

6. Control The Past 05:03

7. Maze Of Nowhere 03:34

8. Wake Up With A Smile 05:27

9. The Prophecy 04:46

10. When We’ll Be Kings

Inner Visions – eine Power Metal-Band, die sicher nicht jeder kennt. Schwierigkeiten hat man auch bei der Informationssuche: wer den Begriff Inner Visions einmal bei Google eingibt, wird wissen wovon ich spreche. Das erstaunliche ist aber, dass die Band bisher nur dieses eine Album herausgebracht zu haben scheint – aber immer noch als „aktiv“ geführt wird ! Was die Jungs gerade tun, steht wohl in den Sternen – es bleibt also nur, dieses 2004’er Album einmal näher zu besehen. Guter Power Metal-Stoff für Fans des Genres, oder lauwarmer Aufguss altbekannter Elemente ?

Das Album beginnt mit einem etwas anderem Intro: es ist durchzogen von Klängen, die wie eine melancholische Melodie einer alten Kindermusikbox zum aufziehen klingen, später kommt noch eine fantasievolle Hintergrundmusik dazu, sowie die ersten Fußtritte des Drummers – doch, das Ganze fällt recht innovativ aus und macht Lust auf mehr. Der Übergang zu Big Brother ist jedoch nicht fliessend, das Intro wird zum Ende hin immer leiser – und dann geht es los. Der Ersteindruck ist durchwachsen – die Instrumentalisierung gerät recht flott, der Doublebass macht sich hier und da bemerkbar – doch der Leadsänger scheint sich größtenteils etwas zurückzuhalten. So wirkt das Ganze trotz hohem Tempo ein wenig kraftlos, und insgesamt eher unspektakulär. Ein paar Höhen und Tiefen sind dennoch feststellbar: eine eingängige Melodie zeichnet sich zumindest ab, ein paar Samples werten das Ganze auf, sowie einige kleinere Passagen in denen der Sänger ein paar Screams loslassen kann.

Behind The Grid macht sogleich die weitere musikalische Richtung deutlich. Das Ganze ist unterlegt von einem recht temperamentvollen Doublebass, besitzt durchaus eine Melodie; und neben den Gitarrenpassagen (die sich eher im Hintergrund halten) gibt es das ein oder andere Sample zwecks einer ansprechenden Hintergrundinstrumentalisierung. Der Gesamteindruck fällt aber auch hier durchwachsen aus: trotz des flotten Tempos wirkt der Titel recht kraftlos, und an den Leadsänger (der jetzt schon ein wenig anders, markanter klingt im Vergleich zum Vorgängertitel) muss man sich erst einmal gewöhnen. Seine Stimmlage ist zwar durchaus angenehm, da sie sich auf einem relativ gemäßigten Level (also keine High-Pitched-Eskapaden) bewegt, und sie ist jetzt ausreichend druckvoll. Aber dennoch scheint es ein wenig wie bei einem Auto im Leerlauf zu sein: er gibt offenbar alles, aber das Ergebnis wirkt ein wenig verkrampft und nicht wirklich harmonisch.

Eliminate kommt ebenfalls etwas langatmig daher – leider ! Der oder die Sänger (teilweise überlagern sich die Stimmen) scheinen hier eher zu nuscheln als kraftvoll in das Mikrofon zu singen – bis hin zum Refrain, wo sich das Ganze etwas normalisiert. Das Schlagzeug gibt wieder alles, aber die Melodie scheint verbesserungswürdig, hier fehlt einfach die nötige Kraft, die nötige Erhabenheit. In The Name Of… beginnt zumindest erfrischend: ein solider Doublebass als Grundlage, glasklare Drums, harte Riffs – so soll es doch bitte weitergehen ! Leider gerät das Ganze dann zu einer Art Ballade, die zwar wieder etwas härter wird… aber wirklich wachgehalten wird man von dieser Art Musik – als Power Metal-Fan – nicht. Der Funke springt einfach nicht über. Control The Past – und wieder so ein starker Anfang. Diesmal jedoch kann das Niveau, die aufkommende Stimmung gehalten werden. immer wenn das Ganze in die Langsamkeit / Eintönigkeit abzugleiten droht, setzt ein krachender, wachmachender Doublebass ein – und der Refrain besitzt tatsächlich ein gewisses Maß an Potential. Trotz der nunmehr offensichtlichen „Schwachheit“ des Leadsängers, der definitiv nichts für Fans von glasklarem Gesang in höheren Lagen ist.

Maze Of Nowehere ist ein reines Instrumental, welches gar nicht mal so schlecht daherkommt. Doch bereits jetzt ist mir als Power Metal-Anhänger klar: das Album ist nichts für mich, insgesamt ist es zu langatmig, zu unspektakulär. So können die durchschnittliche Ballade Wake Up With A Smile, das Uptempo-Stück The Prophecy und das Finalstück When We’ll Be Kings auch nicht mehr viel reissen. Mit Control The Past bekommt man eben nicht viel „neues“ (selbst in Anbetracht des Erscheinungsjahres) serviert, alles wirkt wie schon mal gehört; oder schlimmer: wie bei anderen Bands gehört, nur schlechter / unspektakulärer. Mein Fall ist es nicht, manche Freunde eines Melodic Metal / Progressive Metal könnten aber ihren Spaß an dem Album haben. Für alle anderen gilt aber: Durchschnittskost ohne viele Höhen oder Tiefen. 

1. Asleep 01:58 – 8/10

2. Big Brother 05:12 – 6/10

3. Behind The Grid 04:57 – 5/10

4. Eliminate 04:47 – 6/10

5. In The Name Of … 05:42 – 4/10

6. Control The Past 05:03 – 7/10

7. Maze Of Nowhere 03:34- 5/10

8. Wake Up With A Smile 05:27 – 4/10

9. The Prophecy 04:46 – 6/10

10. When We’ll Be Kings – 4/10

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