Metal-CD-Review: RAVENHEART – Valley Of The Damned (2008)

Land: Deutschland – Genre: Melodic Power Metal

  1. Valley Of The Damned
  2. Heaven And Back
  3. Reborn
  4. Lords Of Power
  5. Fly Away
  6. Ceaseless
  7. Watcher In the Sky
  8. Mirror Of The Lands
  9. Time
  10. Walk Of The Warriors
  11. Cry For Tomorrow
  12. Timeless Knights
  13. In Memory
  14. Fly Away II

Nun denn, wie soll man es sagen… hier handelt es sich um eine Band, die wohl nicht unberechtigterweise leicht zu verwechseln ist. Das allerdings nur in Bezug auf den Bandnamen und den Titel des Debütalbums – alles erinnert stark an Dragonforce, die sich früher noch Dragonheart nannten und ein Album mit dem selben Titel herausbrachten. Doch sobald man die Scheibe einlegt, wird einem schnell klar, dass man es hier mit einer durchaus eigenständigen Band zu tun hat – wenngleich Parallelen zu Bands wie Freedom Call unweigerlich aufkommen, aufkommen müssen.

Denn die Titel klingen wie, als wenn man die (Musik-) Zutaten „Happy“ und „Epic“ in einen Topf geworfen hat. Separat stehen diese Begriffe gerne mal vor allerlei PowerMetal-Bands, doch zusammen… erhält man bei Ravenheart eine Mischung, aufgrund der man sich sicherlich nicht im „Tal Der Verdammten“ verstecken muss. Im Gegenteil – das Album kommt sehr, sehr abwechslungsreich daher. Mal sind es rein-epische Hymnen mit choralen Gesängen im Refrain, die die Freiheit als solche preisen – so zum Beispiel Track 4, Lords Of Power als Paradebeispiel. Gerade hier wird man, nicht zuletzt aufgrund der stimmlichen Eigenschaften des Leadsängers, unausweichlich an Freedom Call erinnert, die; wie der Name schon sagt – ebenfalls gerne Tracks aufgenommen haben, die sich mit den Themen „Freiheit“ und „Individualität“ beschäftigt haben. Lords Of Power, aber auch Valley Of The Damned oder Timeless Knights haben hierbei relativ einfach gestrickte, dafür natürlich umso eingängigere Refrains – und besonders letzterer Titel klingt so unglaublich fröhlich, dass es fast schon wieder absurd ist. Aber was soll man machen… es geht ins Ohr, und vermag es, vor dem geistigen Auge eine besondere Reise erlebbar zu machen… das ist wahrlich eine Eigenschaft von gutem Power Metal; egal wieviel Kitsch oder Klischee sich in den Texten verbergen mag.

Doch auch weitaus ruhigere, gar dramatische Titel finden einen Platz auf dem Album: In Memory oder Fly Away sind Titel, die einem leider verstorbenen Bandmitglied gewidmet sind. Lässt man sich darauf ein, so funktionieren auch diese Tracks, trotz der (musikalischen) Umgebung aus Heiterkeit und Spaß. Oder vielleicht auch gerade deswegen. Aber dennoch, die klare Stärke von Ravenheart sind wohl unbestritten die geradlinigen Uptempotracks. Denn diese beinhalten nun einmal alle nötigen Zutaten: fantasy-orieniterte Texte, nette Melodien, Mitsing-Refrains und nette Choreinlagen. Und das führt… ? Genau, zu einer großen Portion guter Laune. Sicherlich ist es Geschmackssache, doch das Album ist – genretechnisch – sicherlich im qualitativ hohen Bereich anzusiedeln, zumal es einen ganz speziellen Charme versprüht (nicht zuletzt dank des großartigen Artworks).

Für eine Bestwertung fehlt es nur noch an… sagen wir mal, Eigenständigkeit einerseits, und Komplexität andererseits. Sie müssen sich noch ein wenig mehr von der Masse abheben, und vor allen Dingen die Songs noch etwas komplexer, epischer gestalten. Zumal diese Band anscheinend nicht sonderlich bekannt ist und teilweise enorm unterschätzt wird… Scha(n)de eigentlich !

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