Metal-CD-Review: EMERALD SUN – Escape From Twilight (2007)

Land: Griechenland – Genre: Melodic Power Metal

01. Sunrise
02. Scream Out Loud
03. High In The Sky
04. The Traveller
05. Sword Of Light
06. Eyes Of Prophecy
07. Escape From Twilight
08. Emerald Sun
09. H.M.
10. The Story Begins
11. Not Alone
12. Call In The Night (Bonus)

Emerald Sun, eine Band aus Griechenland – hat sich auf den Power Metal der guten alten Schule spezialisiert. Umso erfreuter war ich, als ich dieses zweite Album der Jungs zum ersten Mal für mich entdecken konnte – und das vor gar nicht allzu langer Zeit. „Schuld“ daran war wohl auch die offizielle Ankündigung zu ihrem bald erscheinenden, neuen Album Regeneration – Ende Februar ist es hierzulande soweit. Im Grunde ist Escape From Twilight ihr erstes „richtiges“ Album – es gab zwar noch eine 2005’er Veröffentlichung mit dem Titel And The Story Begins, doch darauf enthalten sind die noch nicht ganz so professionell abgemischten „Urversionen“ der Titel, die nun auch auf diesem Album – diesmal aber in voller Frische – zu hören sind.

Das Ganze beginnt mit einem ruhigen Intro, welches wie das musikalische Vorspiel zu einer „großen reise“ anmutet – und die beginnt dann mit dem Opener Scream Out Loud. Hier handelt es sich um einen echten Power-Metal-Kracher, der für manche Ohren vielleicht etwas zu klischeehaft daherkommen mag – wie auch das Album im Gesamten. Aber, was mich interessiert ist nicht, ob ein Album gängigen Klischees folgt oder entspricht. Für mich ist nur wichtig, wie gut es letztendlich geworden ist, wie rund der Sound klingt, wie innovativ es – trotz möglicher Klischees – ausgefallen ist. Und tatsächlich: bereits dieser erste Track überzeugt in Sachen Songwriting, Melodie und Gesang. Ganz besonders die Passage vor dem Refrain ist enorm stimmig, und unverwechselbar. Sehr schön auch, wie die Gitarren hier „gequält“ werden: die Tonleitern rauf und runter, mal schnell, mal gemäßigter – sehr schön. Eine kleine Hymne, doch bleibt es die einzige ?

High In The Sky, wer möchte sich da (zumindest gefühlstechnisch) nicht gerne aufhalten… der Double-Bass startet durch, und auch dieser Titel kann im weiteren Verlauf seine Stärke entfalten. Weniger durch den Refrain, als durch den mystischen Gesamteindruck, perfekt untermalt von den eingesetzten Samples und den späteren, ruhigen Passagen. Das atmosphärische The Traveler fungiert als kurzes Interludium, gefolgt vom mächtigen Sword Of Light – ein Titel mit einer eher minimalistischen Instrumentalisierung, dafür aber mit umso beeindruckenderen gesangstechnischen Leistungen des Leadsängers. Eyes Of Prophecy ist beinahe schon eine Ballade, die erst im späteren Verlauf an Tempo dazugewinnt. Genau das Richtige, um zwischendurch einmal wieder zur Ruhe zu kommen. Escape From Twilight beginnt interessanterweise mit einem merkwürdigen Stöhnen – und startet dann richtig durch. So sehr, dass es der eigentlichen Hymne des Albums Scream Out Loud Konkurrenz macht. Aber dafür ist der Refrain dann doch nicht kraftvoll genug… eingängig, aber doch eher zurückhaltend. Emerald Sun ist ein kleines Highlight des Albums – es handelt sich um ein reines Instrumental. Ein sehr abwechslungsreiches und versiert gespieltes dazu.

Doch von wegen „Hymnen“… die kommt ja eigentlich in Form von H.M. – ein Lobgesang auf den Heavy Metal als Geschenk Gottes… wie gesagt, das Album ist eben ein wenig… „bunt“, um es so auszudrücken. Aber es macht eben auch unendlich Laune ! Ein wenig Folk soll auch vertreten sein: The Story Begins kommt ein wenig wie eine märchenhafte Erzählung daher. Zumindest zu Beginn – später treten wieder vermehrt harte Riffs und geradezu epische Gesangseinlagen auf. Not Alone schließt das Album als gefühlvolle Ballade ab. Freunde von Helloween, Rhapsody und Co. sollten bedenkenlos zugreifen können.

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