Filmkritik: „The Invasion“ (2006)

Filmtitel: The Invasion
Regie:
Oliver Hirschbiegel
Mit: /
Laufzeit:
99 Minuten
Land:
USA / Australien
Genre:
Horror

Inhalt: Eine außerirdische Lebensform gelangt an Bord eines Space-Shuttles auf die Erde, ohne dass jemand etwas davon merkt. Doch diejenigen Menschen, die mit der klebrig wirkenden Substanz in Berührung kommen, haben ein echtes Problem: die Lebensform vermag es, die menschliche DNA zu modifizieren, und die „Wirte“ dementsprechend zu instrumentalisieren. Offiziell als als Grippevirus deklariert; bemerkt auch die Psychiaterin Carol Benell (Nicole Kidman) dass irgendetwas nicht stimmen kann. Vermehrt ist von starken Verhaltensänderung oder gar von „Doppelgängern“ die Rede, weshalb Carol nun auch ihren Kollegen Ben Driscoll (Daniel Craig) und den Wissenschaftler Dr. Galermo (Jeffrey Wright) zu Rate zieht. Es stellt sich heraus: die folgenschwere Umwandlung der Menschen geschieht ausschließlich in der Phase des Tiefschlafs. Könnte man es schaffen, ein Serum gegen diese neue Form der Bedrohung zu entwickeln ? Die Zeit rennt.

Kritik: Eines ist klar – die zugrundeliegende Story ist nicht sehr originell. Wenn man einmal seinen Blick über die Filme der vergangenen Jahre schweifen lässt, so muss man feststellen, dass es bereits unzählige ähnliche Werke gab. Eine kleine Gruppe von „wissenden“ Menschen, die sich einer großen Bedrohung entgegenstellen… die sich entweder als fehlgeschlagenes Experiment oder außerirdische Bedrohung herausstellt. Dazu noch ein gewisses Maß an Verschwörungstheorien, viel Action und natürlich: eine gehörige Portion Dramatik. Ja, was bereits im Jahre 1956 (Die Dämonischen) verfilmt wurde, und bereits zweimal neuaufgelegt wurde (1978 und 1993) kann heutzutage eben nicht mehr besonders „schocken“ oder begeistern. Man kommt also nicht umher, sich auch im Falle von The Invasion die Frage zu stellen, welchen Sinn die (oftmals lauen) Story-Neuaufgüsse haben – ausser den der Geldmacherei. Denn „aktualisiert“ wurde der Inhalt nicht; was vielleicht auch ganz gut ist – nur in den technischen Belangen hat man sich (verständlicherweise) verbessert.

Es gilt die Devise: bloss nicht einschlafen... !

Überhaupt wirkt es, als spielte diese Neu-Verfilmung keines ihrer (durchaus vorhandenen) Potentiale aus. Beispielsweise hätte man dem Infektionsvorgang wesentlich mehr Spannung und andere Elemente beimengen können – denn das Stichwort „Tiefschlaf“ schreit ja eigentlich schon danach. Doch so wirkt alles ein klein wenig abstrus und vereinfacht, und auch der Verlauf des Films gestaltet sich nicht immer stimmungsvoll. Denn während auf der einen Seite die „große Bedrohung“ durch die Lebensform dargestellt wird, muss auf der anderen Seite (und mittendrin) eine Mutter um das Wohlergehen ihres Sohnes (Jackson Bond) kämpfen. Natürlich fällt das Endergebnis stellenweise spannend aus, so ist es durchaus gruselig, die noch-menschlichen durch eine Horde von „kontrollierten Konvertierten“ wandeln zu sehen. Doch insgesamt habe ich vom Film viel mehr erwartet, gerade da sich eben nicht ein „typischer“ US-Hollywoodregisseur verantwortlich zeichnet. Doch wirklich eigenständige oder geistreiche Elemente fehlen, die Charaktere erscheinen oberflächlich und vor allem: das Ende versagt auf ganzer Linie. Eigeninterpretationen, Grübeln, ein nachhaltiger Eindruck ? Nicht in, beziehungsweise mit The Invasion.

Fazit: Schlussendlich bleiben lediglich die technischen Aspekte (Optik, Kamera, Schnitt, Musik) und die Leistungen der Darsteller als positive, aber dennoch nicht übermäßig auffallende Eigenschaften des Films. Doch, Story und Unterhaltungswert wären nach wie vor ungleich wichtiger. Für einen seichten Gruselabend vielleicht gerade noch empfehlenswert; wenn man schwache Filmenden verkraften kann – oder vielleicht explizit nach seichter Unterhaltung sucht.

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