Metal-CD-Review: EQUILIBRIUM – Sagas (2008)

Land: Deutschland – Genre: Symphonic Pagan Metal

01. Prolog auf Erden (Instr.) 3:38
02. Wurzelbert 4:58
03. Blut im Auge 4:44
04. Unbesiegt 6:19
05. Verrat 6:04
06. Snüffel 5:44
07. Heimwärts 2:32
08. Heiderauche (Instr.) 2:31
09. Die Weide und der Fluß 7:21
10. Des Sängers Fluch 8:03
11. Ruf in den Wind 4:52
12. Dämmerung 5:54
13. Mana (Instr.) 16:21

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Equilibrium schlagen wieder zu.

Nun, wie kann man ein brachiales Pagan-Erstwerk a’la Turis Fratyr (2005) noch toppen ? Richtig, man legt noch ein oder zwei Scheiben oben drauf. Und genau das machen die Jungs (und das Mädel !) von Equilibrium mit Sagas. Einen sich leicht im Ohr festsetzenden, unvergleichlich epischen Pagan-Metal Sound liefert man also auch mit der zweiten Scheibe ab, nur dass es diesmal – man glaubt es kaum – noch epischer, noch abwechslungsreicher und noch druckvoller werden soll. Und genau das schaffen die kreativen Bandmitglieder mit Bravour. Möchte man eigentlich noch eine andere Band kennen und hören, wenn man von so etwas wie einem Symphonic Pagan Metal spricht ? Vielleicht, doch gelten Equilibrium einmal mehr als Wegbereiter für dieses Genre.

Denn so muss es meiner Meinung nach klingen: episch angehauchte Instrumental-Passagen wechseln sich mit harschem Gesang unter Double-Bass Attacken ab, alles eingebettet in ein solides Albumkonzept und ein gutes Songwriting. Die Begriffe „Eintönigkeit“ und Equilibrium passen einfach nicht zusammen: ein jeder Song hat seinen ganz eigenen Charme. Helge Stang, der Leadsänger der Band, versteht es wieder einmal das Maximum aus seiner Stimme zu holen, besonders deutlich wird dies auch in den wunderbar-ausgedehnten (und wunderbar „dreckigen“) Scream-Passagen. Doch alle einzelnen Bandmitglieder zu erwähnen, ist nicht nötig – da es die Gesamtkomposition ist, die wieder einmal absolut harmonisch klingt. Gut, so harmonisch Pagan Metal eben sein kann, manche werden sich schon bei einigen wenigen Klängen schütteln. Für alle anderen, die sich nicht an Genregrenzen aufhalten und für die nur eines zählt: gute, handgemachte Musik – werden ihre Freude an diesem vielfältigen Album haben.

Überaus gelungen finde ich Titel wie Heimwärts (kurz und knackig), oder auch Ruf In Den Wind (episches Brachialstück mit hervorragender Instrumentalisierung). Immer wieder auffällig sind die (eigentlichen !) Disharmonien von wunderbaren, fast schon zu schönen Melodien und schnellen Drums und krächzenden Gesang. Doch genau das ist das Markenzeichen von Equilibrium – während viele andere Vertreter des Genres sich auch in Sachen Sound eher minimalistisch-düster bedeckt halten, holt man hier richtig aus und schöpft aus dem vollen. Das Ergebnis sind orchestrale Passagen und Momente, die einen sofort an Filmmusik denken lassen. Manchmal hat man einfach das Gefühl, als müsse die Anlage gleich explodieren – so kraftvoll und versiert erscheinen der Sound und die verschachtelten Kompositionen. Schön auch, dass es einer meiner Favoriten zur Single-Auskopplung gebracht hat – Blut Im Auge.

Obwohl Fans wissen werden, dass es einmal eine andere, frühere Version des Songs gegeben hat – die ich noch um einiges besser fand, warum auch immer ! Vielleicht lag es daran, dass diese Vorab-Version noch nicht ganz so… „rau“ (vor allem gesangstechnisch) war wie die jetzige. Wie dem auch sei – großartige Arbeit !


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„So stark wie eh und je.“

Ein Gedanke zu “Metal-CD-Review: EQUILIBRIUM – Sagas (2008)

  1. Und einmal mehr der (etwas untypische) Beweis, dass die Songs von Equilibrium eine wunderbar melodische Grundstruktur haben…

    youtube=http://www.youtube.com/watch?v=e9tIcdybjLc

    Mannomann, gut gespielt…

    Liken

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