Metal-CD-Review: POWER QUEST – Master Of Illusion (2008)

Land: Großbritannien – Genre: Melodic Power Metal

1. Cemetary Gates
2. Human Machine
3. Civilised ?
4. Kings Of Eternity
5. Master Of Illusion
6. The Vigil
7. Save The World
8. Hearts And Voices
9. I Don’t Believe In Friends Forever
10. Never Again

Oha, entweder mag man die Jungs von Power Quest, oder eben nicht. Schließlich waren bereits deren Vorgängeralben eher speziell – wobei manche genau das Gegenteil behaupten. „Einheitsbrei“, „Kitsch“, „viel zu fröhlich und harmlos“ sind da noch die lockereren Aussagen. Ich als jemand, der auch mal gepflegt eine Scheibe (ich meine ein Album) „Cheesy“-PowerMetal verköstigen kann (solange es eine gewisse Abwechslung gibt), war aber spätestens mit dem zweiten Album der Band sehr zufrieden. Titel wie Sacred Land knallten es einfach raus – eingängige Melodien, ein schnelles Tempo, krasse Keyboards und Synthie-Sounds sowie ein versierter Sänger – was will man mehr ? Und auch das dritte Studioalbum bot so einige sehr einzigartige, spezielle Tracks die schnell zu echten Ohrwürmern avancierten. Immer noch drin habe ich beispielsweise Galaxies Unknown, warum auch immer; ob es an den wirklich etwas heftigen Double-Bass-Attacken liegt oder am sehr eingängigen, etwas kitschigen (aber schön verträumten !) Refrain. Doch zum neuen Werk der Jungs. Der Eröffnungstitel Cementary Gates klingt… irgendwie nicht wirklich nach Power Quest. Zumindest in den ersten Momenten. Da hat sich definitiv etwas getan, man könnte etwas Eingewöhnungszeit benötigen. Doch bereits dieser Titel hat wieder etwas, etwas; was dazu führt dass man wieder sagen muss: Power Quest kreiert stets einzigartige, unvergleichliche Songs. Und das ist eine Tatsache !

Leadsänger Alessio Garavello trägt natürlich enorm dazu bei, dass als Endprodukt ein stimmig-melodischer Sound herauskommt. Seine hohe, klare Stimme ist schon etwas ungewöhnlich, zumal er auf diesem Album hier generell in höheren Lagen singt – und dabei manchmal Ausflüge ins Extrem(st)e unternimmt. Aber in meinen Ohren klingt das alles versiert, sicher und gut. Steve Williams (Keyboarder) und Steve Scott (Bassist) machen einen ebenso guten Job, ganz klar. Die Melodien von Power Quest klingen einstweilen sehr fröhlich, schnell und munter. Gewisse markante 80er-Synthie-Einflüsse sind ebenfalls feststellbar, sie geben dem Ganzen eine gewisse Prise Nostalgie und ein leicht verspieltes Gefühl.

Nun, in dieser Hinsicht gefallen mir folglich die Titel Cementary Gates (erfrischend anders), Kings Of Eternity (super Leistung von Alessio Garavello) oder auch The Vigil (erinnert mich irgendwie an alte Power Quest-Zeiten). Alle diese Titel haben einen recht flotten Grundton, und sehr eingängige Melodien und Refrains. Aber auch die etwas „balladesken“ Stücke wie Save The World sind gut gelungen und bieten einiges an musikalischer Abwechslung. Die epischen Gesangs- und Instrumentaleinlagen wirken hierbei niemals wirklich überzeichnet oder künstlich, sondern passen einfach zum originellen Sound von Power Quest. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit dieser (grundsoliden) Band weitergeht, die bisher eigentlich schon recht gut gezeigt haben, was sie draufhaben und in welche musikalische Ecke sie gehören. Interessantes Songwriting, feucht-fröhliche Melodien, nette Samples, versiertes Instrumentenspiel und im Großen und Ganzen einfach nur… Power. Wie bescheiden ist es also erst, dass sie sich immer noch als Questende, also „Suchende“ bezeichnen. Aber wer weiss, was der nächste Geniestreich der Jungs noch zutage fördern mag. And there shall be a neverending quest for… power, pride and glory… ! 

Besuchen Sie auch die MySpace-Seite von Power Quest !

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