Metal-CD-Review: ROYAL JESTER – Night Is Young (2010)

Land: Schweden – Genre: Melodic Power Metal

1. Night Is Young – 9/10
2. Born Again – 6/10
3. Wings Of Tomorrow – 9/10
4. The New Order – 5/10
5. Enter The Mist – 7/10
6. Royal Jester – 10/10
7. Vile Smile – 6/10
8. The King Has Fallen – 8/10
9. If You Were Mine – 9/10
10. Age Of Terror – 6/10

Mattias Lindberg – (Vocals), Karl Allard (Gitarre), Ted Nilsson (Drums) und Christer Viklund (Gitarre) sind… Royal Jester aus Schweden. Wie sehnsüchtig habe ich auf dieses erste Album der Jungs gewartet – nachdem erste Hörproben bei Youtube und Co auftauchten, und ich das Albumcover und das dahinterstehende Konzept zumindest erahnen konnte. The Night Is Young beinhaltet 10 Tracks, wobei der Titel offensichtlich Programm ist. Das erste Album, noch relativ junge Bandmitglieder… und frische, energiegeladene Songs; die mit Sicherheit nicht perfekt sind. Doch, ich schätze dieses Erstlingswerk dennoch – und einige Titel haben sich gar zu echten Dauerbrennern etabliert.

Stichwort Dauerbrenner: „Schuld“ daran sind auch die sehr eingängigen Refrains und die Stimme des Leadsängers. Wenn die ersten Töne des Openers The Night Is Young erklingen, so fühlt man sich irgendwie sofort wohl im Universum des „königlichen Hofnarren“. Stücke wie Born Again kommen schon wesentlich schwerer und getragener daher, und es wird ausserdem mit ein wenig mit der Stimme des Sängers… experimentiert. Er versucht stellenweise, etwas tiefer zu singen – wobei die Stimmenakrobatik hier noch nicht so ausgereift zu sein scheint. Bitte bei dem bleiben, was man gut kann ! So zu hören beispielsweise bei folgendem Track, Wings Of Tomorrow, der erneut mit einem sehr eingängigen Refrain besticht. Und natürlich mit einem konstanten, jugendlich anmutenden Gesang. Für Abwechslung sorgen etwas langsamere Passagen, die wiederum durch kurze aber heftige Double-Bass Attacken abgelöst werden. Stichwort Melodie: daran müssen die Jungs unbedingt noch etwas feilen. Denn Titel wie The New Order oder Enter The Mist weisen bereits ein gewisses Potential auf, doch klingen insgesamt eher etwas eintönig und öde.

Doch Fans des gern so genannten „Cheesy-Power-Metal“ werden doch noch belohnt. Klar zähle auch ich mich dazu, weshalb ich den Titel Royal Jester immer wieder gern verköstige. Das Problem ist nur – wie auch bei einigen anderen Tracks – es wird zu schnell „gestartet“ ! Nämlich quasi inmitten eines Double-Bass Gewitters – hier hätte ich sich langsam aufbauende Songs eher favorisiert. Doch der Refrain (beziehungsweise auch der Weg dahin) entschädigt einen dann doch noch, einer der gelungensten Tracks des Albums ! Natürlich auch hier wieder mit gewissen Klischees (Deep in the night, as the star shines so bright) – aber gerade diese Passage ist wundervoll gesungen.

Die folgenden Titel betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Während Vile Smile meiner Meinung nach auch etwas öde daherkommt, ist The King Has Fallen wieder eine kleine (Anti-)Hymne mit einfachem, aber interessantem Text. If You Were Mine ist ein weiterer Geheimtipp, auch wenn der Titel eher in Richtung „Liebesschnulze“ abzudriften scheint. Mir gefällt er – ebenso wie die enthaltenen Aussagen. Age Of Terror… nun ja, nicht wirklich ein gelungener, „runder“ Abschluss für das Album… sei’s drum. Man sollte eben kein 100%tig ausgefeiltes, versiertes Album erwarten – dafür sind die Jungs noch zu unerfahren und – anscheinend – noch in einer kleinen Experimentierphase. Der Spagat hin zu einem ersten Studioalbum gelingt also nur bedingt. Dennoch ist das Albums absolut empfehlenswert.

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