Metal-CD-Review: POWERWOLF – Bible Of The Beast (2009)

powerwolfbible_cover
Album: Bible Of The Beast | Band: Powerwolf (weitere Band-Inhalte)

Land: Deutschland – Genre: Epic Heavy / Power Metal – Label: Metal Blade

Alben-Lineup:

Attila Dorn – Gesang
Matthew Greywolf – Leadgitarre
Charles Greywolf – Rythmusgitarre, Bass
Falk Maria Schlegel – Orgel
Stéfane Funèbre – Schlagzeug

Track-Liste (Gesamtspielzeit 47.47 Minuten):

1. Opening: Prelude To Purgatory
2. Raise Your Fist, Evangelist
3. Moscow After Dark
4. Panic In The Pentagram
5. Catholic In The Morning…Satanist At Night
6. Seven Deadly Saints
7. Werewolves Of Armenia
8. We Take The Church By Storm
9. Resurrection By Erection
10. Midnight Messiah
11. St.Satan’s Day
12. Wolves Against The World

Ob ganz und gar unchristlich oder nicht…

Oha, was schallt denn da so laut und kraftvoll durch die Boxen (und eventuell auch Hauswände) ? Es ist das dritte Album der Jungs von POWERWOLF (nach RETURN IN BLOODRED und LUPUS DEI), welches mit 12 Stücken gespickt ist – die sich wohl alle als „Hymnen“ bezeichnen lassen. Bereits das Intro lässt großartiges vermuten: wir hören ein wenig Wolfsgeheul hier, eine gar dämonische Stimme dort – untermalt von mystischen Orgelklängen und choralen Gesängen. Es klingt ein wenig nach Kirche, respektive einem Gottesdienst – nur eben etwas „böser“ und epischer. Und prompt wird man zum zweiten Titel des Albums geführt, hin zur ersten richtigen Hymne. RAISE YOUR FIST, EVANGELIST ist ein echter Kracher mit einem Refrain, der niemanden still sitzen lassen wird. Bereits hier wird deutlich: der Sänger der Band, Attila Dorn; versteht etwas von seinem Handwerk. Mehr noch: er meistert jegliche Textpassagen mit Bravour. Nebenbei, er hat eine klassische Gesangsausbildung genossen – vielleicht ein weiterer Grund für dieses kraftvolle Organ.

Ja, gesungen wird auf diesem Album hauptsächlich in Englisch – doch auch kurze Deutsche Passagen, Russische (Track #3) sowie einige Lateinische wissen den epischen und universellen Gesamteindruck zu unterstützen. Nicht nur „waschechte“ Metaller werden an diesem Album ihre Freude haben – da das Album technisch absolut perfekt ist. Die Musik ist eher druckvoll und getragen – es dominieren klare Riffs, ein klarer Gesang und die wunderschönen Samples (die Orgel !), sowie die absoluten Mitsing-Refrains. Es ist eine beinahe einzigartige Mischung: die Musik von POWERWOLF ist gewiss nicht dem Mainstream zuzuordnen (wo kämen wir denn da hin), aber dennoch ist ihre Musik als sehr zugänglich zu bezeichnen. Sie macht einfach Spaß !

Inhaltlich kann man vor allem viele lateinischen Phrasen; sowie die Begriffe Gott, Teufel, Dämonen, Bibel oder Kirche vernehmen – immer und immer wieder. Nicht umsonst hat das Album einen entsprechenden Namen. Ist das vielleicht eine Alternative zur „echten“ Bibel, diese „Bibel der Bestie“ ? Mag sein – aber man darf auch kein Album erwarten, dass (zumindest textlich) in die Musikrichtungen des Black- oder Death-Metal geht. Es gibt schlicht eine gute und eine schlechte Seite – und POWERWOLF scheinen den Kampf zwischen beiden Seiten gerade auszufechten. Zumindest dient dieses Album als perfekte musikalische Grundlage für eine solch imaginäre Situation. Einer der stärksten Tracks ist die Nummer 5, CATHOLIC IN THE MORNING, SATANIST AT NIGHT. Die starken Riffs, dieser (verschwörerisch wirkende) Mitsing-Refrain, und wieder: diese Orgel… ! Man sollte es einfach einmal selbst gehört haben. Ebenso wie den Titel SEVEN DEADLY SAINTS, der als sehr eigenständiger und einzigartiger Track aus dem Album heraussticht. Die geheimnisvolle Entwicklung aus der Stille hin zur Explosion im Refrain… fesselnd, in der Tat.

Schlussendlich bleibt zu sagen… Eine Trackliste ohne „Ausfälle“ (d.h. schwächere Titel), technisch perfekt – und musikalisch sowieso. Ein Muss für jeden Metal-Fan, aber mit Sicherheit auch für solche die es noch werden wollen…

Anspieltipps: RAISE YOUR FIST, CATHOLIC IN THE MORNING, SEVEN DEADLY SAINTS, RESURRECTION BY ERECTION


90button

„Die volle Ladung Wolfs-Power.“

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