Metal-CD-Review: EQUILIBRIUM – Rekreatur (2010)

equilibriumrekreaturalbum

Alben-Titel: Rekreatur
Künstler / Band: Equilibrium (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. Juni 2010
Land: Deutschland
Stil / Genre: Epic Folk / Viking Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Bass – Sandra Völkl
Gesang – Robert Dahn
Gitarre – René Berthiaume, Andreas Völkl
Keys – René Berthiaume
Schlagzeug – Tuval Refaeli

Track-Liste:

01. In Heiligen Hallen
02. Der Ewige Sieg
03. Verbrannte Erde
04. Die Affeninsel
05. Der Wassermann
06. Aus Ferner Zeit
07. Fahrtwind
08. Wenn Erdreich Bricht
09. Kurzes Epos

Equilibrium goes Kommerz ? Selbst wenn…

Die deutsche Kultband EQUILIBRIUM liefert endlich neues Futter für alle Pagan-Metalheads ab: REKREATUR ist ähnlich aufgemacht wie der Vorgänger SAGAS, jedoch mit einem feinen Unterschied: Helge Stang ist nun nicht mehr mit von der Partie, stattdessen übernimmt Robert „Robse“ Dahn den Leadsängerpart. Auch Drummer Manuel Di Camillo wich einem neuem Bandmitglied: Tuval Reafaeli. Jedoch, und das muss man festhalten – haben diese Wechsel kaum eine Auswirkung auf den brachial-kräftigen Klang der Band. Man bekommt gewohnte EQUILIBRIUM-Kost auf hohem Niveau serviert – die Texte und Wirkungen der Songs sind abermals abwechslungsreich und muntern mal zum Mitschunkeln, mal zum Feiern, mal zum Staunen an. Sofern man etwas mit gutturalem Gesang anfangen kann – aber das ist nun einmal Grundvoraussetzung bei einer zünftigen Pagan Metal-Spielart. Und, im Vergleich zu anderen Bands sind die Texte sogar noch relativ (!) gut zu verstehen. Nach wie vor klingen EQUILIBRIUM wunderbar melodisch, majestätisch – und natürlich auch entsprechend aggressiv, wenn man es denn so bezeichnen wollte.

Gewiss ist es keine plumpe Aggressivität, oder gar eine politisch geprägte – was Nicht-Kenner der Materie aufgrund des harschen Klanges vielleicht Anfangs vermuten könnten. So hart und schnell muss Pagan Metal eben klingen – EQUILIBRIUM aber haben noch eine Besonderheit, nämlich das Element des epischen. Wie schon beim Vorgängeralbum sind es vor allem die Melodien, die sofort ins Ohr gehen – unter wunderbar zusammengesetzten Passagen mit allerlei musikalischen Raffinessen, Samples und Instrumenten wandelt sich fast ein jeder Song zu einem kleinen Epos. Tracks wie AUS FERNER ZEIT kristallisieren sich als wahre, zeitlose Hymnen heraus – und wissen sofort zu begeistern. Man sollte sich nur auf das Genre und den anfangs etwas aggressiven Klang einlassen können, dann kann man hier ein Album erleben, welches man höchstwahrscheinlich nicht mehr missen möchte. Als I-Tüpfelchen gibt es eine große Portion Poesie obendrauf, mal ist sie weniger, mal mehr ernstzunehmen. Interessant: jeder einzelne Titel könnte einmal als gute-Laune Spaßtitel angesehen werden (so werden viele Songs von Fans meist mit witzigen Videos versehen), oder aber auch als episch-brachiale Hymne in bester Fantasy- oder Soundtrack-Manier.

Ohne Zweifel ist REKREATUR ein musikalisch höchst anspruchsvolles Album, bei dem die Gesamtkomposition einfach umwerfend (im wahrsten Sinne des Wortes) ausfällt. Sicher, mit Wertungen ist das immer so eine Sache, aber in Bezug auf das Genre und den Vergleich zum Vorgängeralbum kann man eigentlich nur eines feststellen: das Niveau wurde definitiv gehalten, der Wechsel einiger Bandmitglieder macht sich wenn dann nur positiv bemerkbar. So wunderbar episch klingen eben nur EQUILIBRIUM – im Jahr 2010, 2011; und hoffentlich auch noch in Zukunft.

Absolute Anspieltipps: IN HEILIGEN HALLEN, DIE AFFENINSEL, AUS FERNER ZEIT


90button

„Typisch Equilibrium.“

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